3. Sonntag nach Epiphanias - 2. Könige 5,1-19a
Dekanin H. Schneider-Cimbal
Liebe Gemeinde!
Er ist ein erfolgreicher, angesehener Mann, dieser Naaman. Doch was nützt ihm all sein Erfolg, all seine Macht und sein Einfluss, sein Ansehen und sein Geld, nun, da er von einer schweren Krankheit befallen ist. Aussatz – diese Diagnose gleicht einem Todesurteil, denn wer Aussatz hat wird von allen anderen gemieden, muss weit weg von ihnen leben, darf keinen mehr berühren. Wer Aussatz hat, ist abgeschnitten von aller menschlichen Wärme und Liebe. Kein Kuss, keine Umarmung – Verbannung.
Ein hartes Schicksal, das dieses befehlsgewohnten Mann um so mehr trifft, als er nun nichts mehr zu sagen hat und er in all seiner Macht machtlos ist gegenüber dieser Krankheit.
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Gott hilft uns über die Schwelle und fürht uns auf Umwegen zur Geh-genwart
Pfr. Dr. U. Zimmermann
Liebe Gemeinde, Nur noch ein paar Stunden, dann ist es wieder so weit: Eine neue Jahreszahl steht am Ende das Datums, nach der Elf müssen wir uns schon bald an die Zwölf gewöhnen. Im Fernsehen ist es die Zeit der Rückblicke, man blendet noch einmal ein, was im vergangenen Jahr geschehen ist. Und wenn wir vorausblicken, dann ist uns klar: Das neue Jahr bringt neue Erfahrungen und Herausforderungen. Dennoch sehnen wir uns bei aller Veränderung nach etwas Beständigem, Vertrauten, nach etwas, das uns Halt gibt bei all dem Neuen, was auf uns zukommt. Für mich sind Jahreswechsel ein bisschen wie die Rastplätze an Wanderwegen. Wie Zielmarken auf dem Weg, Meilensteine, die man schon eine Weile im Blick hatte. Wenn man sie erreicht, hält man an, macht Pause. Man blickt zurück auf die Strecke, die man schon zurückgelegt hat, ruht sich aus und stärkt sich für das Kommende. Man vergewissert sich, dass man auf dem richtigen Weg ist und überlegt, wo und wie es weitergeht. Füllt vielleicht die Wasserflasche noch einmal auf. Wer im unbekannten Gebiet unterwegs ist oder ahnt, dass das Wetter umschlägt, blickt vielleicht auch mit etwas gemischten Gefühlen voraus und fragt sich, was noch kommen wird.
Anlagen:
Pr_Exodus_13_17-22.pdf | [Gott hilft uns über die Schwelle, und führt uns auf Umwegen zur Geh-genwart] | 106 Kb |
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Gott macht in der Krippe einen Anfang - Offenbarung 7, 9-17
Pfr. Dr. Ulrich Zimmermann
Liebe Gemeinde, »Als es dann ganz dunkel war, gingen wir alle miteinander durch die große breite Kastanienallee zur Kirche. Ach, dass du nicht dabei warst! Die Pätziger Christvesper lieben wir alle sehr. Sie ist eigentlich nur die Weihnachtsgeschichte und viele, viele Lieder dazwischen, von den Chorkindern und von der Gemeinde abwechselnd gesungen. Man wird hineingerissen in einen großen Strom des Lobens und Jubelns. Noch nie hab ich die wirkliche Gemeinde so gespürt wie in diesen Stunden. Wenn die Orgel noch »O du fröhliche« spielt, gehen wir fort, und begleitet von den Klängen des Nachspiels wandern wir durch den dunklen Garten. Ja, und Peter ist es unverständlich, wie Mutter so langsam gehen kann, weil doch vielleicht wirklich der Weihnachtsbaum im Saal schon brennt und die Geschenke auf ihn warten. Aber erst kommt noch eine lange Wartezeit in der dunklen Stube, bis endlich, endlich die Tür aufgeht, und der helle Baum selbst den letzten Winkel mit erstrahlen lässt. Wir gehen miteinander bis zur Krippe unterm Baum und knien davor und sind doch wieder wie ganz kleine Kinder, die es nur schön finden, schön und hell und überwältigend.«
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1. Weihnachtstag 2011 - 1.Joh. 3,1-6
Dekanin H. Schneider-Cimbal
Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen - und wir sind es auch! Darum kennt uns die Welt nicht; denn sie kennt ihn nicht.
Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.
Und ein jeder, der solche Hoffnung auf ihn hat, der reinigt sich, wie auch jener rein ist.
Wer Sünde tut, der tut auch Unrecht, und die Sünde ist das Unrecht.
Und ihr wisst, dass er erschienen ist, damit er die Sünden wegnehme, und in ihm ist keine Sünde.
Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht; wer sündigt, der hat ihn nicht gesehen und nicht erkannt. (1.Joh 3,1-6)
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Christmette 2011 - Stroh
Dekanin H. Schneider-Cimbal
Durch die Dunkelheit sind wir hierher gekommen. Es ist dunkel wie in jeder Nacht, und doch ist diese Nacht nicht wie die anderen Nächte. Diese Nacht ist eine besondere Nacht. Sie hat ein Geheimnis. In dieser Nacht hat sich der Himmel geöffnet. Gott ist Mensch geworden. Deshalb nennen wir sie heilige Nacht. Gott erscheint auf Erden. Ein Kind, neugeboren im Stall, auf Stroh in einer Krippe liegend. In das Dunkel der Nacht fällt Licht. Gott ist Mensch geworden. Das feiern wir heute.
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